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Geschrieben von: Birgit Weßolowski   
Mittwoch, 22. Mai 2019 17:43

Bericht - Abteilung Schwimmen

Bericht zum 11. Silbererz-Schwimm-Meeting

 
Auch die Schwimmer des ATSV Freiberg zeigten im eigenen Becken hervorragende Leistungen. So wurden bei 113 Einzelstarts 83 persönliche Bestleistungen aufgestellt, dazu fielen jede Menge Vereinsrekorde. Das Niveau der erst 2013 gegründeten Wettkampfmannschaft und im Kreis Mittelsachsen dem aktuell einzigen vom Landessportpunkt Sachsen zum Talentestützpunkt Schwimmen für das Jahr 2019 berufenen Verein steigt stetig an.
Die absolut herausragenden Leistungen der gesamten Veranstaltung erbrachten Susanna Prochaska (Foto links) und Kristin Bergmann (Foto rechts) in den jeweils von ihnen gewonnenen Superfinals über 100m Lagen.
 
 

Im Jugendfinale der AK 14-17 siegte die 14jährige Susanna überlegen in 1:06,67 min. und sprang damit an die Spitze der Deutschen Bestenliste bei den 14jährigen jungen Damen. Über 100m Freistil schwamm sie erstmals in ihrer Karriere unter einer Minute - und das gleich deutlich: ihre erzielte Zeit von 0:58,34 min. brachte ihr mit 639 Punkten auch den höchsten Punktwert der gesamten Veranstaltung ein (1000 Punkte = Durchschnitt der 10 weltbesten Schwimmerinnen). Damit scheint Susanna bestens gerüstet zu sein für die in der nächsten Woche beginnenden Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin, bei der sie als einzige Freibergerin an den Start gehen wird. Im Kinderfinale der AK 10-13 machte es die noch 10jährige Kristin ihrer Vereinskameradin nach – sie gewann als Jüngste in der bisherigen Geschichte des Schwimm-Meetings ein Kinderfinale über 100m Lagen in der hervorragenden Zeit von 1:14,51 min. und sprang damit ebenfalls an die Spitze der deutschen Bestenliste in ihrem Jahrgang. Für Kristin steht in der kommenden Woche (wie für viele Freiberger) der internationale Wettkampf in Esbjerg an, danach wird sie ein kurzes Trainingslager absolvieren – um im Anschluss ihren Wettkampfhöhepunkt zu bestreiten: die erstmals bereits in der AK 11 ausgetragenen Deutschen Mehrkampfmeisterschaften am 15./16. Juni in Dortmund, wo sie als heiße Medaillenanwärterin gilt. Aber auch die anderen ATSV-Sportler brauchten sich nicht zu verstecken. Angefeuert von ihrer Vereinskameradin (immer noch), aber jetzt für Neubrandenburg startenden Carolin Weßolowski vollbrachten sie teilweise wahre Wunder und knackten etliche Schallmauern. So schaffte es Jonathan Frisch nach zahllosen vergeblichen Anläufen endlich auch mal im Wettkampf unter den 40 Sekunden zu bleiben, was ihm im Training bereits reihenweise gelang. Finnian Belger, Erik und Tim Heinrich, Julius Müller, Luke Schmiedel, Janis Tanneberger, Aileen Bierwagen, Mia Frisch und Johanna Schierz erfüllten etliche Kadernormen des Sächsischen Schwimmverbandes. Die Kinderstaffel über 4x25m Freistil belegte mit Johanna, Aileen, Luke und Julius hinter dem STV Limbach-Oberfrohna einen sehr guten zweiten Platz. Bei den etwas Älteren sind die Leistungen von Magnus Bergmann (erstmals über 100m Freistil unter 1:10 min. und über 100m Schmetterling unter 1:20 min), Sofian Gaaloul (erstmals 100m Brust unter 1:30 min.), Martin Niecke (erstmals 50m Freistil unter 30 sek.), Vincent Wende (50m Freistil erstmals unter 28 sek.), Louisa Reichel mit starken Verbesserungen über die Schmetterlingsdistanzen und Lina Stein, die dank ihres enorm gewachsenen Trainingsfleißes reihenweise Bestleistungen erzielte, extra erwähnenswert. Nach 3 Wochen Trainingspause aufgrund Krankheit und Abschlussfahrt 10. Klasse zeigte sich auch Leonie Wolf wieder erstarkt und schwamm sogar über 50m Rücken seit längerer Zeit wieder eine persönliche Bestzeit. Aber auch ihre in Dresden studierende Schwester Michelle, mit 22 Jahren älteste ATSV-Teilnehmerin, war mit sich sehr zufrieden. Die zierliche 8jährige Aya Gaaloul verpasste leider ebenso eine Medaille wie Wettkampfneuling Jonas Zöllner, der erst seit Mai 2019 Vereinsmitglied ist und von den Trainern nach starken Trainingseindrücken kurzerhand über 50m Kraul-Beinbewegung angemeldet wurde. Diese Strecke hätte er sogar gewonnen – aber die Vorbereitungszeit erwies sich dann als viel zu kurz, um all die vielen Wettkampfregeln gleich umsetzen zu können – ein klitzekleiner Fehler führte leider zur Disqualifikation.
 
Insgesamt sammelten die ATSV-Sportler 59 Medaillen (sofern ich mich nicht verzählt habe), erzielten mit Aileen (Foto links), Kristin (Foto rechts) und Susanna (Foto hinten) drei Pokale für die Punktbesten Leistungen und gewannen zwei der sechs Superfinals – ein tolles Gesamtergebnis für den Verein!
 

 

Mit sportl. Grüßen

Birgit Weßolowski